Wir über uns / Historie

Ergänzend zum Buchsortiment wird in der Buchhandlung auch ein Kartenvorverkauf für Konzerte in Chemnitzer Kirchen sowie bundesweiten Veranstaltungen über das Buchungssystem Reservix.de angeboten. Zudem gibt eine kleine Antiquariatsecke zum Stöbern und Schmökern.

Zur jüngsten Geschichte zählt die EVABU das im September 2018 veranstaltete Lesefest "KulTOURbahnhof" im Hauptbahnhof Chemnitz, das im Rahmen der Interkulturellen Wochen und der Event-Reihe "875 Jahre Chemnitz" stattfand.

Von 2008 - 2013 hat die Buchhandlung maßgeblich an der Umfeldentwicklung durch europäische Fördermittel (EFRE) im Rahmen der IG Gewerbe "Reitbahnstraße - Gutes gleich um die Ecke" beigetragen und sich alljährlich an der Museumsnacht mit Ausstellungen beteiligt.

Seit 2013 ist die EVABU Mitglied in der Genossenschaft eBuch e.G. neben über 800 weiteren kleinen Buchhandlungen - stark vor Ort.

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  Wer ist EVABU:

Robert Aßmann, Inhaber seit 2011,

Projektleiter Kulturförderung seit 2009,

M. A. Medienkommunikation (TU-Chemnitz) 2005,

Ausbilder (IHK) 2002,

Zivildienstleistender (Klinikum Chemnitz) 2000,

Azubi Sortimentsbuchhändler 1996

 

 

FRMENGESCHICHTE   (Auszüge) :

1913 wurde in Chemnitz, Zschopauer Straße, eine kleine Evangelische Buchhandlung von Richard Bach gegründet. Der Inhaber fiel 1914 im 1. Weltkrieg. Seine Witwe führte während der Kriegsjahre die Buchhandlung allein weiter.
1920 heiratete Max Müller die verwitwete Magdalena Bach und übernahm den Aufbau der Buchhandlung. 1921 wurde hauseigen ein Evangelischer Verlag Max Müller gegründet. Unter vielen anderen Titeln erschienen erfolgreiche Kinderbücher u.a. "Meine fünf Bärlein" (2006 neuaufgelegt
Im gleichen Jahr wurde der erste Sohn und spätere Nachfolger Gottfreid Müller geboren, ihm folgten drei weitere Söhne Reinhold, Christoph, Johannes und Tochter Elfriede.
1931 wurde in Aue eine Filiale ausgebaut. Nach dem Krieg wurde sie im Zentrum des erzgebirgischen Bergbaus zu einem wichtigen kirchlichen und kulturpolitischen Ausstrahlungspunkt.

1935
Umzug von Zschopauer Str. 4 nach Zschopauer Str. 1, mit Vergrößerung auf 2 Etagen. Es folgte eine schwierige Zeit. Trotzdem wurden Bücher und Schriften, die sich kritisch mit faschistischen, rassistischen und Christentum-feindlichen Ideologien auseinandersetzten, weiter vertrieben. 1936 erfolgte durch die Gestapo die erste Lagerdurchsuchung mit der Beschlagnahmung zahlreicher Bücher und Broschüren. Aber bereits 1934 begann der Kirchenkampf in Sachsen. Der von den "Deutschen Christen" gewaltsam eingesetzte Landesbischof Coch versuchte, ein eigenes Gemeindeblatt mit nationalsozialistischem Gedankengut durchzusetzen. Doch die meisten Gemeinden erteilten ihm eine Abfuhr und bestellten "Die Heimatkirche", in der durch Max Müller das Anliegen der Bekennenden Kirche mutig vertreten wurde. Diese Verlagsarbeit konnte nur unter großen Belastungen durch staatliche Zwangsauflagen und Berufsgerichtsverfahren bis zum endgültigen Verbot der kirchlichen Presse 1941 durchgestanden werden. In Anerkennung dieser Pressearbeit wurde der Buchhandlung nach dem Krieg die verlegerische Betreuung des Gemeindeblattes der Sächsischen Landeskirche "DER SONNTAG" übertragen.

Außergewöhnlich und für die DDR einmalig war der Bücherprospekt und Katalog
"Das Buch gehört dazu", den die Buchhandlung jährlich am Jahresende nach der Leipziger Herbstmesse an ca. 20.000 Bücherfreunde in der ganzen Republik versandte.
Dem ehemaligen Buchverlag wurde allerdings keine Lizenz wieder erteilt.
Durch intensive Bemühungen erhielt 1948 der weiterhin angegliederte "Evang. Verlag Max Müller" wenigstens ein staatliches Papierkontingent für Kunst- und Spruchkarten, Kunstblätter und anderen Gemeindebedarf. Im Verlauf von vier Jahrzehnten wurden mehr als 4.000 Motive entwickelt. So blieben ihr in der Stalin-Ära Bedrohung und Schikane, wie Geschäftsdurchsuchung und -schließung, jahrelange Zwangsverpachtung und die Verhaftung des Inhabers nicht erspart.
Ab 1956 wurde der Aufbau eines wissenschaftl.-bibliophilen Antiquariats mit Katalogvertrieb forciert.

1967 wurde vor der Sprengung des Gebäudes an der Juri-Gagarin-Straße (ehemals und jetzt wieder Zschopauer Straße) die EVABU in die Reitbahnstraße (damals Ernst-Thälmann-Str.) verlagert. Das historisch gesehen kuriose ist, dass es vor der Zerbombung an jener Stelle bereits eine Buchhandlung mit Leihbücherei namens Meynig im ehem. graphischen Viertel der Südvorstadt, jetzt Reitbahnviertel, gegeben hat.
In den DDR-Jahren war die Buchhandlung ein Hort christlicher und humanistischer Substanz und sie verweigerte sich den Propagandabefehlen. 1974 wurde daher aus politischen Sicherheitsgründen die OHG durch Aufnahme des Evang.-Luth. Kirchgemeindeverbandes (bis 2000) in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.

Als der Seniorchef Max Müller 1975 mit 84 Jahren starb, übernahm Sohn Gottfried als Komplementär das Unternehmen und führte es bis zu seinem 90. Lebensjahr (2011) das Unternehmen weiter. Die EVABU blieb mit bis zu 60 Mitarbeitern und Außenstellen sowie Lagern u.a. in der Mittelstraße bis 1990 die größte private (Versand)Buchhandlung in der DDR.

 

Vor 10 Jahren wurde die "EVABU - Evangelische Buchhandlung Max Müller" zu Hohneujahr wiedereröffnet, Inhaber und Geschäftsführer ist der ehem. Mitarbeiter Robert Aßmann mit über 20 Jahren Berufserfahrung als evangelischer Buchhändler.

Nach der T(r)aufe der neuen Räume der Buchhandlung, d.h. dem Hochwasser am 3.6.2013 und der 100-Jahrfeier am 2.10.2013 begrüßt die EVABU seit Pfingsten 2014 ihre Gäste im frisch sanierten Teil des ehem. "Schlauches" (Handwerkerladen zu DDR-Zeiten).

Nachdem Gottfried Müller im Sommer 2011 darum bat, führt Robert Aßmann die kleine Fachbuchhandlung weiter. Nein, er ist höchstens seelisch verwandt mit der Familie Müller! Sein beruflicher Ziehvater unterstützte ihn seit 2000 während seines journalistischen Studiums an der TU-Chemnitz, um das Internet für die Buchhandlung nutzbar zu machen. Frau Corina half in den Jahren nach der Übernahme der Buchhandlung aus und brachte mit den 3 Kindern oft familiäres Leben in die Buchhandlung. Ohne diese großartige aufopferungswillige Hilfe hätte er die ersten Jahre mit den enormen Neuinvestitionen und dem knöcheltiefen Hochwasser 2013 im Laden nicht überstanden, auch hätte er wohl ohne ihr Zureden kaum die Buchhandlung übernommen. Mittlerweile sind es über 25 Berufsjahre bei und für Max Müller, was auch seiner lesebegeisterten Frau zu verdanken war, die vielerlei kulturelle Anregungen einbrachte, nun mittlerweile auch seine zwei Töchter (10 und 12 Jahre alt). Genau so wird es vor zwei bis drei Generationen bei Magdalena Müller und Gottfried Müllers erster Ehefrau gewesen sein. Nicht zu vergessen sind auch die vielen starken Frauen an der Seite der Geschäftsführer und auch die Unterstützung der Büchertischarbeit durch die Damen in den Kanzleien der Pfarrämter und in den zu beliefernden Unternehmen. Sie alle tragen einen Teil zum Geschäftserfolg der EvaBu MaMü bei, wie sie liebevoll von den Mitarbeitern stets genannt wurde.

Das Leseverhalten mag sich geändert haben, v.a. seitdem ab 2014 auch E-Books unkompliziert im Webshop gedownloaded werden können, aber jung gebliebene StammkundInnen halten der EVABU nach wie vor im Geschäft die Treue.

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